
| > Höhepunkte > Tagebuch > Album > Gästebuch Die Überquerung der Vercors-Hochebene (Teil 1)
![]() Der Abstieg
nach...
Der Abstieg in
den Midi (geografisch beginnt Südfrankreich am Südfuss
des Vercors) begann mit strahlendem Bilderbuchwetter. Die Stimmung
mit Sonnenschein und Nebelschwaden war einzigartig. Die
Stille hier oben - kein einziger Laut. Wunderbar. Doch gerade
diese Stille wurde uns zum Verhängnis. Während wir
ruhig vorwärts marschierten, galoppierte Joggi plötzlich
davon. Ruth musste das Führungsseil loslassen und Joggi
hielt erst an, als ihm der Bastsattel seitlich nach unten rutschte
und ihn so beim Galoppieren behinderte. Er war nicht mehr zu bremsen.
Wenn er stillstand, spitzte er die Ohren, sicherte aufmerksam
nach hinten rechts und wollte im nächsten Augenblick davonstürmen.
Irgend ein Tier musste sich im Gebüsch bewegen oder uns
sogar folgen. Scheinbar hörte das nur Joggi, denn Aladin
war nicht aus der Rühe zu bringen - Gott sei Dank! Dafür
war Joggi nicht zu beruhigen. Alles Zureden nützte nichts.
Wir mussten ihn zu Zweit führen. So kamen wir wenigstens
voran, Arvo mit Aladin voraus und Ruth und ich mit Joggi hinterher.
Es dauerte bestimmt eine Stunde, bis sich die Situation normalisierte
und wir einen Fresshalt machen konnten. Wir
wissen nicht weshalb das geschah, vermuten jedoch, dass Joggi
wegen der extremen Stille auf ein kleines Geräusch überempfindlich
reagierte. Schliesslich steigerte sich die Angst in Panik.
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